Montag, Januar 14, 2008

 

Weihnachtsbeleuchtung abrotzen ?

Blogwiese schreibt in seinem aktuellen Post über das Wort abrotzen. Hier ein bisschen Hintergrund und weshalb der Begriff schon gar nicht für eine Weihnachtsbeleuchtung passt:

Mein Grossvater war bei der schweren Artillerie. Die Haubitzen sahen damals noch nicht so ...

... sondern, so aus:


Allerdings waren die Gespanne in der Schweiz sechsspännig.

Der Protzwagen ist dieses Teil hier:



Für das Gefecht muss die Kanone so aussehen:


Das heisst für den Transport wurde die Haubitze auf den Protzwagen gehoben. Das nennte man aufprotzen. Wenn die Kanone in die Gefechtsstellung gebracht wurde, also vom Protzwagen runter gehoben wurde, nennte man das abprotzen.

Mit dem Verschwinden der Pferdebespannten Artillerie sind natürlich auch die damit Verbundenen Begriffe verschwunden. Aus abprotzen wird abrotzen weil die Leute den Protzwagen nicht mehr kennen, sondern nur den Rotz in der Nase. Zuhause wurde ich aber noch korrigiert, wenn ich abrotzen sagte. Für die Weihnachtsbeleuchtung ist dieser militärische Begriff sowieso nicht ganz passend.

Noch ein anderes Wort ist aus den Zeiten der Pferdegezogenen Artillerie erhalten geblieben: der Vorreiter. Normalerweise sitzt nur immer auf dem linken Pferd ein Mann. Der vorderste ist der Vorreiter. Er muss ein besonderes Geschick für das Gespann und die Pferde haben, weil seine Fehler von den nachfolgenden Reitern kaum korrigiert werden können. Im

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